Bericht: internationales Turnier Eindhoven

Details Am Morgen des 24. August brachen wir, wie stets durch unseren fachmännischen Transport-Partner „FUNICAR" chauffiert, nach Eindhoven auf. Die Vorfreude auf diesen Wettkampf war bei uns allen sehr gross, bot sich doch die Gelegenheit, auf sehr hohem Niveau unser Spiel zu erproben.

Die Fahrt in die niederländische Metropole verlief bis auf einen Stau kurz nach Liège absolut störungsfrei, weshalb wir am frühen Abend entspannt am Spielort ankamen. Nach einem angenehmen Abendessen stand der Bezug der Zimmer auf dem Programm, anschliessend gab es eine kurze, informative Sitzung betreffend der Regeln des Turniers. Darauf folgte eine erste Nachtruhe in Eindhoven, welche uns die für den morgigen Tag notwendige Energie spenden sollte.

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Das erste Spiel bestritten wir gegen die Ruhr Rollers aus Essen. Wir starteten gut in die Partie und waren die spielbestimmende Mannschaft, was sich dank zwei schnellen Toren auch auf der Anzeigetafel niederschlug. Allerdings wurde uns bereits in diesem Startspiel vor Augen geführt, dass Fehler und kleine Unachtsamkeiten auf internationalem Parkett schneller und härter bestraft werden als in der Schweizer Meisterschaft. Unser Gegner liess sich nie vollends abschütteln und wir mussten hart kämpfen, bis der vom Resultat her doch deutliche 12:6-Auftaktsieg feststand.

Die folgende Partie gegen Torpedo Ladenburg war vom Schwierigkeitsgrad her noch um einiges höher einzustufen als unser Auftakt-Spiel. Ladenburg dominierte die Begegnung mit drei schnellen und kräftigen Handschläger-Akteuren. Wir konzentrierten uns auf eine möglichst kompakt stehende Defensive und versuchten es bei Ballbesitz mit schnellen Gegenstössen. Obwohl wir das Spiel letztendlich deutlich verloren, spielten wir eine sehr gute zweite Halbzeit, die lediglich mit dem Score von 3:2 an unsere deutschen Kontrahenten ging.

In die folgende Partie gegen die Orient Red Bulls aus Kopenhagen gingen wir mit einigem Optimismus, hatten wir gegen diesen Gegner doch an gleicher Stelle auch schon ein Unentschieden erreicht. Die Dänen verteidigten von Beginn an extrem hoch, was uns umgehend Schwierigkeiten bereitete. Bis zur Pause hatten sie sich mit druckvollem Spiel und einer effizienten Chancenverwertung einen beruhigenden Vorsprung herausgespielt. Aufgrund taktischer und energietechnischer Überlegungen nahmen wir für die zweite Hälfte Veränderungen an unserer Formation vor und spielten mit einer defensiveren Ausrichtung. Wir kassierten zwar noch einige Gegentore, zeigten jedoch eine tapfere Leistung gegen ein absolutes Top-Team.

In die abschliessende Partie des Tages gegen die zweite Mannschaft der GP Bulls Eindhoven starteten wir mit viel Elan und einer hohen Effizienz. Dies hatte zur Folge, dass wir uns schnell eine 3:0-Führung erspielen konnten. Dieser frühe Vorteil half uns, auch während einer hektischen Phase bei Spielmitte Ruhe zu bewahren und einen wichtigen, zweiten Sieg einzufahren. Zufrieden mit dem ersten Turniertag und unserer ausgeglichenen Bilanz kehrten wir ins Hotel zurück.

Am folgenden Tag standen zwei Partien auf dem Programm. Zuerst traten wir gegen gegen Leoni Sicani aus Italien an. Leider fanden wir nicht zu unserem Spiel, hinzu kam die körperliche Überlegenheit unserer Gegenspieler. Diese Kombination führte zu einer deutlichen 1:6-Niederlage.

Auf diese Partie folgte eine längere Pause, welche wir dazu nutzen wollten, unsere Batterien (elektronische wie auch menschliche) für die nächste Aufgabe aufzuladen. Diese wartete in Form der belgischen Mannschaft Somival auf uns. Da unsere Gegner eine vergleichsweise kurze Regenerationszeit seit ihrer letzten Begegnung aufwiesen, war es unser Ziel, sie von Beginn an unter Druck zu setzen. Dieses Vorhaben setzten wir auch sogleich um, scheiterten aber mit drei sehr guten Abschlüssen am hervorragend aufspielenden belgischen Schlussmann. Laut einer tief im Sport verankerten Redensart sollte man die sich bietenden Chancen nutzen, da sonst Ungemach droht. Leider bewahrheitete sich diese Weisheit aus unserer Sicht, mit dem ersten Abschluss ging Somival in Führung. Im weiteren Spielverlauf erspielten wir uns viele Gelegenheiten, der Erfolg blieb uns aber allzu oft verwehrt. Unsere Kontrahenten erwiesen sich hingegen als sehr effizient, was letztlich in einer sehr bitteren Niederlage mündete. Den Samstagabend benutzten wir zur Erholung und Verarbeitung dieses frustrierenden Spieltages.

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Am Schlusstag bestritten wir das erste Platzierungs-Spiel gegen die italienische Mannschaft aus Ancona. Unser Augenmerk galt wiederum einer stabilen Verteidigung sowie einer effizienten Offensive. Die erste Halbzeit verlief bis auf einen unnötigen Gegentreffer optimal, wir konnten uns einen angenehmen Vorsprung herausarbeiten. Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte unser Gegner die Taktik um, attackierte früher und stellte die Räume besser zu. Mit dieser veränderten Dynamik kamen wir anfangs nicht klar, wodurch wir unsere Kontrahenten nochmals auf ein Comeback hoffen liessen. Glücklicherweise fanden wir unsere Ruhe und Konzentration früh genug wieder und durften deshalb einen letztlich klaren 9:2-Sieg feiern.

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Für unser letztes Spiel an diesem Turnier mussten wir uns, zumindest was die Landeszugehörigkeit betraf, an nichts Neues gewöhnen. Die Sharks aus Monza hatten sich im bisherigen Turnierverlauf vor allem dadurch ausgezeichnet, Freiräume für ihren Spielmacher zu kreieren, welche dieser dann meist auszunutzen wusste. Selbstverständlich wollten wir diese Stärke neutralisieren und einen guten Start in die Partie haben. Unglücklicherweise begannen wir vor allem defensiv nicht so konzentriert, wie es nötig gewesen wäre. Dem Rückstand, welchen wir uns dadurch einhandelten, fuhren wir bis Spielende vergeblich hinterher. Am Ende resultierte eine ärgerliche 4:6-Niederlage, womit wir das Turnier auf dem 10. Schlussrang beendeten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir viel von diesem Turnier profitiert, sowie sehr intensiv und gut an unseren Spielsystemen gearbeitet haben. Resultatmässig wäre bei optimalem Turnierverlauf eine bessere Klassierung möglich gewesen, jedoch ist es auch lehrreich, die eigenen Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

Mit einer Abschluss-Party im Hotel wurde das Turniererlebnis Eindhoven beschlossen. Am darauffolgenden Tag, dem 28. August, verliessen wir die niederländische Metropole frühmorgens. Nach einer flüssigen Fahrt ohne Zwischenfälle kamen wir zwar alle etwas erschöpft, aber gut gelaunt in Bern an.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle wie immer unserem Transport-Partner FUNICAR für einen wieder einmal sehr unkomplizierten und zuvorkommenden Service. Vielen Dank an unsere Coaches, welche uns während der drei Turniertage bestmöglich von aussen unterstützten. Allen Betreuern, welche den Spielern mit ihren Hilfestellungen den Aufenthalt in Eindhoven ermöglichten, danken wir auf diesem Weg ebenfalls sehr. Ohne die tatkräftige Mitarbeit aller Beteiligten könnten wir an einem solchen Turnier nicht teilnehmen. Dieser Umstand ist uns sehr bewusst, weshalb wir die geleistete Unterstützung sehr zu schätzen wissen.

Ein Team, ein Ziel – Thunder!